Barfst Du schon? Artgerechtes Hundefutter für Ihren Vierbeiner

Barfen für Hunde ist in aller Munde. Das Netz ist voll von Foren mit Tipps, konkreten Futterplänen und Nährstofflisten. Barfen oder BARF wird oft mit „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“ erklärt und gibt damit schon Aufschluss über die Hauptzutat, rohes Fleisch und rohe Knochen. Als artgerecht wird es betrachtet, weil sich das Konzept an der Fütterweise des Wolfes und anderen wolfähnlichen Karnivoren orientiert. Der Hund zeigt sich auch heute noch als Fleischfresser, was bei der Betrachtung seiner Anatomie, insbesondere dem Verdauungstrakt, deutlich wird.

Artgerechtes und natürliches Hundefutter sieht demnach vor, dem Hund das zu füttern, wofür sein Körper, seine Zähne, sein gesamter Kiefer oder sein Magen gemacht ist: Rohfutter. Nicht gekocht oder erwärmt, kein Getreide oder andere Zusätze, die sich oft in gängigem Fertigfutter finden. In der Hauptsache rohes Fleisch, rohe Knochen und Innereien. Auch etwas Gemüse und Obst kann ergänzt werden. Öle, wie Sonnenblumenöl oder Leinöl helfen dem Hund, die fettlöslichen Vitamine aufzunehmen.

MUSH-kaapiosnautseri

Als Fleischsorten kommen Rind, Huhn, Pute, Lamm und noch vieles mehr in Frage. Dabei eignen sich Pansen, Muskelfleisch, Knorpel, aber auch Innereien, wie Lunge, Herz oder Leber sind gute Quellen und liefern dem Hund notwendige Vitamine. Wegen des Aujeszky-Virus wird in Deutschland abgeraten, rohes Schweinefleisch zu füttern. In anderen Ländern ist dies weniger problematisch. Geeignete Knochen sind fleischige Knochen oder auch Rippenknochen. Von kleineren Tieren können Flügel oder Hälse gegeben werden. Knochen sollten immer roh gefüttert werden! Wenn Sie die Knochen erwärmen oder kochen, erhärtet sich das Material, kann dadurch zersplittern und den Hund beim Fressen verletzen.

Wenn Sie frisch auf Barf umstellen und Sie Ihrem Hund noch nie einen Knochen zum Fressen gegeben haben und er nicht schlingt, ist es ratsam, am Anfang mit kleineren Knochen zu beginnen. Es kann passieren, dass sich der Hund erst an das neue Futter gewöhnen muss und vor allem das Knochenmaterial erbricht. Nach ein bis zwei Wochen sollte sich das aber geben. Anfangs kann es auch helfen, Fleischstücke zu zerkleinern oder durch einen Fleischwolf zu drehen.

Wie viel füttere ich meinem Vierbeiner? Dafür brauchen Sie sein Gewicht. Eine tägliche Barf-Mahlzeit sollte zwischen zwei und fünf Prozent des Hundegewichts liegen. Keine Angst, es darf auch etwas schwanken. Hauptsache die Menge gleicht sich über die Woche aus. Viel wichtiger ist, dem Hund ausgewogene Inhaltsstoffe anzubieten und die Fleischsorten abzuwechseln. Ein Richtwert sind etwa drei verschiedene Tiere pro Woche.
Wo erhalte ich die Barf-Zutaten? Schlachter, Bauern oder die Tiefkühltheken des Supermarktes sind erste Quellen. Mittlerweile gibt es auch einige Produzenten von Barf-Futter, die tiefgefrorene Portionen fertig anbieten.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *