BARF für Hunde: Für alle Rassen geeignet

“Tschüss Trockenfutter, hallo Barf.” Vielleicht hat sich der ein oder andere Hundebesitzer das im Stillen bereits gedacht, zur Rohfütterung, kurz BARF zu wechseln, weiß aber nicht wo anfangen? Im Internet wimmelt es von Informationen und Hunderezepten. Da wird es auch nicht unbedingt leichter, dass es viele verschiedene Ansichten über BARF und die richtige Zusammensetzung der Nährstoffe gibt. Einige verzichten komplett auf Knochen, andere geben nur Beutetiere im ganzen oder dann gibt es auch noch die Teilbarfer, die aus Zeitgründen auch immer mal wieder zu Trockenfutter greifen. Klar, eine Patentlösung gibt es nicht. Wichtig ist, dass es dem Hund gut geht und er das Futter verträgt.

Ist Barf-Futter für jede Hunderasse passend? Grundsätzlich ist Barf für jeden gesunden Hund geeignet, ob Welpe oder ausgewachsen. Für einen geschwächten oder kranken Hund kann eine Umstellung auf Barf etwas schwieriger sein und sollte langsamer angegangen werden, es ist aber in der Sache nicht unmöglich.

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Was sind Tipps für den Einstieg? Ein zentrales Kriterium für Barf ist das Gewicht des Hundes. Es dient als Berechnungsgrundlage für die tägliche Futtermenge und sollte grundsätzlich genau vom Hundebesitzer beobachtet werden. Ein Hund bleibt gesund, wenn man ihn relativ schlank hält und dementsprechend sollten die Futtermengen angepasst werden. So kompliziert ist Barf also gar nicht: Täglich sollte ein Hund zwei bis fünf Prozent seines Gewichtes an Barf-Nahrung erhalten. Für einen zehn Kilo schweren Hund sind das bei vier Prozent also 400 Gramm. Wenn er an Gewicht zunimmt, kann man die Mengen etwas nach unten korrigieren und andersherum.

Hauptsache es herrscht Ausgewogenheit, die Fleischsorten sollten sich innerhalb einer Woche also schon abwechseln. Es bieten sich Rind, Geflügel, Schaf oder auch Pferd an. Im Grunde kommt vieles in Frage. Sie können ausprobieren, was Ihrem Hund am besten schmeckt und gut tut. Nur rohes Schweinefleisch wird in Deutschland wegen des Aujeszky-Erregers nicht gefüttert. Rohes Fleisch, Knorpel und rohe Knochen sollten der Löwenanteil von Barf sein und bei etwa 90 bis 95 Prozent liegen. Der Rest sind Öle, Gemüse, Obst und Innereien, vor allem Leber enthält wichtige Vitamine.

Als Knochen eignen sich Rippenknochen oder fleischige Knochen. Auch Geflügelhälse oder Flügel kommen in Frage. Ganz wichtig: Knochen niemals erwärmen oder gar gekocht dem Hund geben. Das Erhitzen macht sie hart und porös. Beim Fressen können Knochen zersplittern und dem Hund ernsthaft schaden.

Einige Rassen nehmen schneller an Gewicht zu, andere haben einen höheren Bewegungsdrang und brauchen grundsätzlich mehr Futter. Individuelle Bedürfnisse sollten in jedem Fall berücksichtigt werden.